Eine biographie
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Eine biographie:  1972-1978 Pagina 1 2 3

Die Gaterie "Palette" aus Wuppertal bot mir 1972 die Gelegenheit meiner ersten Austellung außerhalb der Heimat. Hier haben vor mir auch Peter und Ritzi Jakobi - ebenfalls aus Rumänien - oder der czechische Graphiker Kralik ausgestellt, und ich wurde dann vorgeschlagen von Uwe Niemeyer - auch aufgenommen. Ich blieb "ein Kind vom Hause". Im Röderhaus selbst herrschte eine besondere Atmosphäre. Es war zugleich der Sitz der künstlerischen Aristokratie des Rheinlandes (RBK), Atelier, ein Museum mit einer bedeutenden Privatsammlung, ein Künstlertreffpunkt. Das Haus schrieb Geschichte in Wuppertal. Es war eine Station auch für Otto Dix, Professor Albers, oder W. Reckewitz. Ich wurde dann auch Mftglied der Gruppe RBK. 1975 erhielt ich den "Dr. Ludwig- Lindner”-Preis.
Die Verleihungszeremonie konnte nicht wie geplant stattfinden, denn ich bekam keine Ausreiseerlaubnis aus dem "sozialistischen Lager". Da ich im Ausland gut aufgenommen wurde, galt ich als potentieller Abtrünniger. Ich wurde gezwungen, eine Erlaubnis beim rumänischen Kultusministerium zu beantragen, in der mir die Annahme des Preises und die Kontakte zu den Wuppertaler Künstlerkreisen gebilligt wurden. Viel hat mir dabei der rumänische Maler Anastasiu geholfen, der damals Direktor im Ministerium war, und meine Arbeiten gut kannte. Die Verleihung fand schließlich 1976 statt. Dabei waren auch Bürgermeister Gurland, Frau Genscher, Künstlerkollegen und Kunstkritiker. Die Laudatio wurde von Dr. Eike Pies gehalten. Von dem Bürgermeister der Stadt erhielt ich ein blaues Hemd und das bunte Handtuch der Wuppertaler Zunftgenossen. Und da meine Familie auch aus einer für seine Weberinnung bekannten Stadt stammte, erschien mir das ganze wie eine Heimkehr. Die Zusammenarbeit mit der Gruppe RBK dauerte über zwei Jahrzehnte. Ich blieb aber nicht in Wuppertal, obwohl ich das Angebot erhielt, an einer Kunstschule zu unterrichten. Mein Selbsterhaltungstrieb, mein Stolz, meine möglicherweise an Feigheit grenzende Vorsicht, brachten mich immer dazu, nach Hause ins "Lager" zurückzukehren.

 

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