Eine biographie
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Die Strenge des Studiums am Kunstgymnasium aus Tg. Mures hat mir die Aufnahme in Klausenburg erheblich erleichtert.
Ich geriet da in den Händen eines Professors, der als besonders modern, fast rebellisch betrachtet wurde: Tibor Kadar. Wenn ich aber heute zurückblicke, sehe ich ihn trotzdem innerhalb der Grenzen der figurativen Kunst gefangen. Trotz der damaligen Lage brachte er uns immer in einer enormen Tasche, die er mit sich trug, Kunstalben, in denen, die "dekadente" Kunst des Jahrhunderts dargestellt wurde: Cesanne, Picasso, Leger - alle für mich bislang unbekannte Namen. Die Kunstgeschichte, mit der ich aus der Schule vertraut war, endete mit den Impressionisten. Es war 1957 und wir befanden uns inmitten der Kampagnie der sowjetische.n Berater, die zur Belehrung der hiesigen Künstler geschickt wurden. Man erzählte im Institut, wie einer von ihnen, Gherasimov, als er in Bukarest anläßlich einer Jahresausstellung bemerkt hat, daß in den Porträits keine Pupillen abgebildet waren, den Befehl erteilt hatte, die Stelle der Pupillen zu durchlöchern, um den abgebildeten Stahanovisten einen febensfreudigen Gesichtsausdruck zu verleihen, damit sie "sehen" können. Die sowjetische Schule, die die sowjetischen Kunstberater mit sich brachten, lehrte die Künstler, wie diese bildhauerisch das Blaue der Augen oder das Blonde der Haare wiederzugeben hätten. Der Mimetismus in der Bildhauerei ist damals tatsächlich so weit gegangen. Die Auswirkungen dieser Lehren haben ihren Niederschlag auch in Baraschis Abhandlung über die Skulptur gefunden.

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