Eine biographie
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Dann gab es eine vollkommen andere Wirklichkeit im Gegensatz zur Atmosphäre, die im Kulturpalast herrschte. Unsere Schlafzimmer befanden sich in einem Gebäude, das ehemals dem Franziskanerorden gehörte, mit dicken Mauern und großen Räumen, in denen jeweils 32 Hochbetten mit dicken und mit Stroh gefüllten Matrazen und Kissen reinpaßten. Der Teer- und Insektizidgestank war allgegenwärtig. Der Baderaum hatte eine einzige lange Wanne aus verzinktem Blech mit einem Wasserhahn, aus dem nur kaltes Wasser kam. Das Tagesprogramm war streng: es ging morgens um sechs los, dann gingen wir in Reihe und Glied und unter Aufsicht eines Pädagogen zur Mensa.
Zum Frühstücken hatten wir bis sieben Zeit. Es gab Tee mit Brot und Marmelade.

 

  Wir tranken den Tee aus Aluminiumkannen, in denen uns am nächsten Tag die Kümmelsuppe serviert wurde. Die Fettaugen fanden wir auch im Tee wieder. Es folgte das "Silentium": die Wiederholung der Hausaufgaben bis acht. Dann kamen die fachspezifischen und theoretischen Stunden. Praktisch verbrachten wir den ganzen Tag mit dem Studium, bis abends um neun, wenn wir wieder schön in Reihe und Glied in das Heim zurückkehrten. Vier Jahre lang täglich nach demselben Muster mit zehn Stunden Arbeit, das Ganze beherrscht von einer strengen Disziplin. Eine frust- und zwangvolle Kindheit, aber auch eine mit kleinen, "gestohlenen" Freuden. Dank Izsak haben wir Weihnachten heimlich immer gefeiert, obwohl das offiziell verboten war.
Der Schulabschluß hat uns das Diplom für "Fachtechniker der Bildhauerei" gebracht. Die gegensätzlichen Pole der Kunst und der Technik wurden von einem Paradoxon gefaßt.

 

 

 

 

 

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